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Prof. Dr. Mohammad Mojtahed Shabestari

Der 1936 im Iran geborene schiitische Gelehrte Mohammad Mojtahed Shabestari studierte in den 1950er und 1960er Jahren in Qom (Iran) und erwarb dort die Befähigung zum Ijtihad und den Doktorgrad in Philosophie. Von 1970 bis 1978 war er Direktor des Islamischen Zentrums Hamburg an der Imam Ali Moschee. Während dieser Zeit setzte sich Shabestari verstärkt für den islamisch-christlichen Dialog ein und befasste sich u.a. mit den theologischen Werken von Paul Tillich, Karl Rahner und Karl Barth sowie der Philosophie Kants, Diltheys und Gadamers. Nach seiner Rückkehr in den Iran war er zunächst in der Politik tätig, kehrte aber bald in den akademischen Bereich zurück. Zwischen 1985 und 2006 lehrte er als Professor für Islamische Philosophie, Religionswissenschaften und Theologie an der Universität Teheran.

Shabestari ist Mitherausgeber der "Great Encyclopedia of Islam" und Autor zahlreicher einflussreicher Monographien, darunter "Hermeneutik, das Buch und die Tradition" (auf Persisch, 1996), "Glaube und Freiheit" (auf Persisch, 1997), "Eine Kritik an der offiziellen Lesart der Religion" (auf Persisch, 2000). Shabestari verfasste auch den Aufsatz "Prophetische Lesart der Welt" (auf Deutsch, 2009), der beim Winterblockseminar unseres Graduiertenkollegs Thema war.

Weitere Informationen u.a. in einem Interview über Demokratie und Islam auf quantara.de.

(Markus Müller)