Home
deutsch english

KONTAKT

 

Sprecher des GRK:
Prof. Dr. Markus Wriedt

Prof. Dr. Thomas M. Schmidt


Koordinatorinnen:

Corinna Sonntag

Dr. Carmen Nols


Anschrift:

Goethe-Universität Frankfurt

GRK Theologie als Wissenschaft
IG-Farben-Haus (FB 06)

Hauspostfach 47

Norbert-Wollheim-Platz 1

60629 Frankfurt am Main

 

Hier finden Sie uns:
Campus Westend
IG-Farben-Haus, Hauptgebäude
Souterrain, Raum 0.153 
C. Nols: 069 798 33343

C. Sonntag: 069 798 33366

Facebook-Seite des GRK






Eva Kaminski
(Stipendiatin von April 2012 bis März 2015, Mitglied der DOC-AG Religiöse Selbstdefinition und der Wahrheitsanspruch des Anderen)

Goethe-Universität Frankfurt
GRK Theologie als Wissenschaft
IG-Farben-Haus (FB 07)
Norbert-Wollheim-Platz 1
60629 Frankfurt

Promotionsprojekt: 

Existenz in dunklen Zeiten – Hannah Arendts politische Kierkegaard-Rezeption

Das Dissertationsvorhaben „Existenz in dunklen Zeiten – Hannah Arendts politische Kierkegaard-Rezeption“ intendiert die Klärung und Darstellung der systematischen Bedeutung Kierkegaardscher Existenzphilosophie und -theologie für das Werk von Hannah Arendt. Es zudem soll untersucht werden, ob Arendt in einem Zusammenhang mit der jüdischen Kierkegaard-Rezeption und jüdischem Existentialismus zwischen 1870 bzw. 1918 und 1933 steht. Zentral ist dabei die Erörterung der Interdisziplinarität des Arendtschen Denkens, sofern sie (existenz-)theologische, religiöse und existenzphilosophische Quellen für die politische Theorie und Philosophie fruchtbar macht; dies vielleicht sogar Habermas’ „postsäkularer“ Rolle der Religion als politisch regulativem, wie korrigierendem Wissenspool über die conditio humana bzw. „conditio existentiae humani“ vorgreifend. Zugleich soll Arendts Werk in den Zusammenhang mit den Kierkegaard-Interpretationen ihrer Lehrer Karl Jaspers, Martin Heidegger, Rudolf Bultmann und Romano Guardini gestellt werden; letzterer inspirierte sie sogar zunächst evangelische Theologie zu studieren.

Leitende Motive der Studie sind erstens das Konzept moralischen Handelns im Sinne der Unterscheidung von Gut und Böse als der existentiellen Entscheidung, wer man sein will und wie man seinen Platz in der Welt einnehmen will. Zweitens, inwiefern sich Arendts Analyse des Bösen der Kierkegaardschen Phänomenologie verfehlter Existenz anlehnt und drittens, sozusagen umgekehrt, wie Arendts Werk ihre eigene existentielle Entwicklung, sprich die Politisierung und Aneignung ihres Jüdin-Seins als „Existenzmöglichkeit“ reflektiert. Schließlich sollen parallele Topoi bei Arendt und Kierkegaard, so viertens was es heißt „Versprechen zu geben“ und zu „Verzeihen“, und fünftens die „Liebe“ in ihren unterschiedlichen Gestalten, verglichen werden.