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KONTAKT

 

Sprecher des GRK:
Prof. Dr. Markus Wriedt

Prof. Dr. Thomas M. Schmidt


Koordination:

Dr. Eva Bucher

Corinna Sonntag


Anschrift:

Goethe-Universität Frankfurt

GRK Theologie als Wissenschaft
IG-Farben-Haus (FB 06)

PA-Gebäude, Hauspostfach 25

Norbert-Wollheim-Platz 1
60629 Frankfurt am Main

 

Hier finden Sie uns:
Campus Westend
IKB-Gebäude
Eschersheimer Landstraße 121
60322 Frankfurt am Main
1. OG, Raum 1560 

 

Dr. E. Bucher: 069 798 33388

C. Sonntag: 069 798 33366

Sprechzeiten:

Di 11-13 Uhr

Do 11-13 Uhr

Facebook-Seite des GRK






Sven Rathmann
(Kollegiat)

Goethe-Universität Frankfurt
GRK Theologie als Wissenschaft
Norbert-Wollheim-Platz 1
60329 Frankfurt am Main

Akademischer Werdegang

2010-2013 Studium Lehramt an Gymsnasien, Latein, Ev. Religon, Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt
2013-2018 Studium der Evangelischen Theologie / Magister Theologiae, Goethe-Universität Frankfurt
05/2018 Erste Theologische Prüfung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

 

Beruflicher Werdegang 

08/2010–06/2016 Vertretungslehrkraft, Karl-Rehbein-Schule, Hanau
04/2017-06/2018 Wissenschaftliche Hilfskraft „Corpus Inscriptorum Vitebergense“
seit 09/2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Graduiertenkolleg 1728 „Theologie als Wissenschaft“, Goethe-Universität Frankfurt


Promotionsprojekt:

Ekklesiologie in der protestantischen Theologie des 19. Jahrhunderts. Untersuchungen zu systematisch- und praktisch-theologischen Kirchentheorien und deren Bezug zum kirchenleitenden Handeln bei Carl Immanuel Nitzsch, Wilhelm Otto und Alfred Eduard Krauß

Während die Lehre von der Kirche im 17. und 18. Jahrhundert seitens der protestantischen Theologie eine eher stiefmütterliche Behandlung erfahren hat, bietet sich im 19. Jahrhundert ein anderes Bild. Im Bereich der systematischen Theologie finden sich unterschiedliche und zum Teil radikal neuartige Entwürfe der Ekklesiologie, die mit der Idee der sichtbaren und verborgenen Kirche des 16. und 17. Jahrhunderts nur noch wenig gemein haben, und die Ekklesiologie avanciert in Gestalt der praktisch-theologischen Kirchentheorien zur Leitwissenschaft einer ganzen sich neu formierenden Disziplin, der praktischen Theologie.

In welchen materialdogmatischen Gestalten begegnet nun in der praktischen Theologie die Ekklesiologie? Welchen Einfluss hat die systematisch-theologische Prägung vieler akademischer Akteure auf die so fundierte noch junge theologische Disziplin? Inwiefern werden die unter ekklesialem Paradigma stehenden praktischen Theologien praktisch in dem Sinne, dass die Bestimmungen nicht nur in Lehrbüchern und Entwürfen grundgelegt werden, sondern auch im kirchenleitenden Handeln, vornehmlich der Autoren besagter Entwürfe, performiert werden? Wird der im akademischen Diskurs bestimmte theoretische Kirchenbegriff normativ dergestalt, dass er sich in der kirchenleitenden Tätigkeit niederschlägt, theologische Performation stattfindet, oder bleibt er bloß Postulat?

Den Fragen nach dem materialdogmatischen Gehalt der praktisch-theologischen Kirchentheorie sowie deren Niederschlag im kirchenleitenden Handeln wird anhand von unterschiedlichen Quellen nachgegangen. Für die dogmengeschichtliche Frage nach der Ekklesiologie steht dabei ein Quellencorpus zur Verfügung, in dem sich vortrefflich die einzelnen kirchentheoretischen Entwürfe auf ihren Theologiecharakter hin befragen lassen. Darüber hinaus waren die ausgewählten Autoren nicht nur als praktische oder auch systematische Theologen in akademischen Kontexten tätig, sondern nahmen auch kirchenleitende Ämter wahr. Somit bietet es sich an, neben der dogmenhistorischen Untersuchung der praktisch-theologischen Entwürfe auf ihren ekklesiologischen Gehalt auch nach dem Transfer akademischer Theologie in kirchenleitendes Handeln zu fragen. Dabei gilt es zu untersuchen, ob die kirchentheoretischen Bestimmungen sich innerhalb der kirchenleitenden Handlungsfelder, vornehmlich Kirchenordnung und Predigt, niederschlagen, die akademische Theologie in kirchlich-öffentlichem Kontext konkret und wahrnehmbar wird. Anhand des Vergleichs akademischer ekklesiologischer Entwürfe mit Dokumenten kirchenleitenden Handelns der selben Autoren soll so die Performation von Theologie im öffentlichen kirchlichen Handlungsfeld sichtbar gemacht werden.