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Prof. Dr. Angelika Neuwirth

Prof. Dr. Angelika Neuwirth lehrte zuletzt als Professorin für Arabistik an der Freien Universität Berlin. Seit 2007 leitet sie das Projekt Corpus Coranicum an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, das Neuwirthdurch Handschriften und mündliche Lesarten den Text des Korans dokumentiert sowie einen historisch-kritischen Korankommentar erstellt. Ihr 2010 publiziertes Werk „Der Koran als Text der Spätantike“, in welchem sie eine europäische Lesart des Korans vorschlägt, ist sowohl in der Wissenschaft als auch der breiteren Öffentlichkeit auf große Resonanz gestoßen und kann mittlerweile als Standardtext der Koranforschung gelten. Ebenfalls von großer Bedeutung ist ihr chronologischer Handkommentar des Korans, der seit 2011 veröffentlicht wird und nach seiner Fertigstellung fünf Bände umfassen soll.  

 

Prof. Neuwirth war am 28. und 29. November 2017 beim Graduiertenkolleg „Theologie als Wissenschaft“ in Frankfurt zu Gast. Den Auftakt ihres Besuchs stellte ein Workshop am Dienstag dar, in der sich mit Sure 17 als einer typologischen Lektüre des biblischen Exodus beschäftigte. Im Abendvortrag „Narrative hinterfragen – Was unterscheidet eigentlich Judentum, Christentum und Islam?“, der in Kooperation mit dem Leibnizseminar ausgerichtet wurde, stellte sie sich die Frage, inwiefern bis in die Zeit von Johannes von Damaskus zurückgehende Narrative über den Islam noch heute wirkmächtig sind. Am Mittwoch schließlich hielt sie einen zweiten Vortag am Institut für Studien der Kultur und Religion des Islams mit dem Titel „Der Jerusalemer Tempel im Spiegel des Koran“.

 

(Mira Sievers)