Home
deutsch english

KONTAKT

 

Sprecher des GRK:
Prof. Dr. Markus Wriedt

Prof. Dr. Thomas M. Schmidt


Koordinatorinnen:

Corinna Sonntag

Dr. Carmen Nols


Anschrift:

Goethe-Universität Frankfurt

GRK Theologie als Wissenschaft
IG-Farben-Haus (FB 06)

Hauspostfach 47

Norbert-Wollheim-Platz 1

60629 Frankfurt am Main

 

Hier finden Sie uns:
Campus Westend
IG-Farben-Haus, Hauptgebäude
Souterrain, Raum 0.153 
C. Nols: 069 798 33343

C. Sonntag: 069 798 33366

Facebook-Seite des GRK






Edith Broggio
(Stipendiatin, Mitglied der DocAG Methode, Interpretation, Rechtfertigung – Religion in der Moderne)v

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Hegelstr. 59
55122 Mainz

Akademischer Werdegang 

2010 Magistra Artium Publizistik/kath. Theologie, Johannes Gutenberg-Universität (Mainz)
2015 Diplom katholische Theologie, Johannes Gutenberg-Universität (Mainz) Doktorand am Arbeitsbereich Philosophie des Mittelalters, Philosophisches Seminar der Universität Mainz
Seit 01/2014 Doktorand am Arbeitsbereich Philosophie des Mittelalters, Philosophisches Seminar der Universität Mainz

Beruflicher Werdegang 

2009-2010 Studentische Hilfswissenschaftlerin für Dogmatik, an der Fakultät für Katholische Theologie (Mainz)
2013-2014 Redaktionelle Assistenz für die Predigtreihe Gottes Wort im Kirchenjahr
Seit 04/2012 Tutorin im Arbeitsbereich Philosophie des Mittelalters des Philosophischen Seminars der Universität Mainz

Promotionsprojekt: Historisierung von Erkenntnis – Wissenschaftstheorie bei Heinrich von Gent

Das Promotionsprojekt widmet sich der Erforschung der Wissenschaftstheorie des bedeuten­den christlichen Denkers Heinrich von Gent (1213-1293), der im ausgehenden 13. Jahrhundert an der Universität von Paris als Magister Philosophie und Theologie lehrte.

Im 13. Jahrhundert wird die christliche Theologie zum universitären Fach. Neben der Entste­hung der Universitäten und der Gründung der Bettelorden ist vor allem die Erschließung des nun in seiner Ganzheit dem lateinischen Westen vorliegenden Werk des Aristoteles und seiner arabischen Kommentatoren der maßgebliche Faktor für die Wissenschaftswerdung der Theo­logie. Diese Erschließung der aristotelischen Philosophie setzt Inkulturations- und Transformations­prozesse in Gang, die letztendlich zur Ausbildung der Theologie als „akademischer“ Disziplin führen.

Die Übernahme der aristotelischen Philosophie in das christlich-theologische Denken ist eine Herausforderung, die sich auch Heinrich von Gent stellt. Er versucht, philosophische und theologische Lehre miteinander in ein Verhältnis zu setzen, indem er beide in eine gemein­same historische Perspektive stellt, unter der eine Lehrposition durch eine spätere überholt werden kann, wenn sich diese einer erweiterten Erkenntnis, einem Lernfortschritt verdankt.

Hier deutet sich ein Verständnis von Theologie und Philosophie an, das beide unter einer historischen Perspektive integriert – ein wissenschaftstheoretisches Modell der Historisierung von Er­kenntnis entsteht: Theologie enthält immer schon philosophische Lehren, die aber immer ei­nem geschichtlichen Vorbehalt unterliegen. Ein solcher Ansatz, den Heinrich von Gent exemplarisch vertritt, ist in der bisherigen Darstellung der Aristotelesrezeption in der Theolo­gie des 13. Jahrhunderts unberücksichtigt geblieben. Die genaue Rekonstruktion dieses An­satzes soll den thematischen Schwerpunkt des Promotionsprojektes bilden.