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Dr. Gisela Drossbach

gisela drossbachFrau Drossbach ist apl. Professorin für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Augsburg. Sie studierte die Fächer Mittelalterliche und Neuere Geschichte sowie Kunstgeschichte, und wurde 1993 an der LMU München mit dem Thema »Das Haus als Norm – die ›Yconomica‹ des Konrad von Megenberg« promoviert. Nach Studienaufenthalten und Stipendien am DHI Rom und DHI Paris und bereits mehreren Lehrtätigkeiten an der KU Eichstätt (04/1994-03/19959), TU Dresden (09/1997-08/1999), LMU München (09/199-03/2003) wurde sie 2000 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Stephan Kuttner Institute of Medieval Canon Law, München, mit einem Projekt über die Herausgabe der französischen Kirchenrechtssammlung »Collectio Francofurtana«. 2002 habilitierte sie sich an der TU Dresden mit dem Thema »Christliche caritas als Rechtsinstitut. Hospital und Orden von Santo Spirito in Sassia (1198-1378)«. 2003 wurde sie zur Privatdozentin für mittelalterliche Geschichte an der TU Dresden ernannt und erhielt ebendort Lehraufträge am Institut für katholische Theologie und Institut für Mittelalterliche Geschichte der Philosophischen Fakultät. Im Wintersemester 2005/06 nahm sie eine Gastdozentur an der Johann-Gutenberg-Universität Mainz an. Seit Mai 2006 ist sie tätig am Leopold-Wenger-Institut der LMU München, mit dem DFG-Projekt »Rechtsentwicklung im 12. Jahrhundert«. Daneben bekleidete sie (ab 2008) eine apl. Professur an der Technischen Universität Dresden, und eine W2-Dozentur am Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte, und lehrt (seit 2009) an der Universität Augsburg, Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte. Zahlreiche Reisen führten sie an internationale Vortragsorte, die wichtigsten sind: April 2006: Washington, Catholic University; Madison, University of Wisconsin; Berkeley, Graduate Theological Union, the Religious Studies Program at the University of California, and the Program in Medieval Studies at the Universität; und März 2008: Pontificia Universidad Cátolica Argentina, Buenos Aires; Mendoza, Facultad de Filosofía y Letras, Universidad Nacional de Cuyo.

Ihr Schwerpunkt in der Rechtsgeschichte, insbesondere der Kirchenrechtsgeschichte, haben sie immer wieder zur Beschäftigung mit dem mittelalterlichen Zuschnitt des Schnittfeldes von Theologie und Rechtsentwicklung geführt. Der von ihr erforschte Zeitraum (12. Jh.) zeigt hier eine völlig andere Verflechtung der beiden Bereiche, als in der Moderne, und zugleich Gemeinsamkeiten mit zeitgleichen Rechtsentwicklungen der rabbinischen und der islamischen Traditionen, die dort teilweise bis heute Bestand haben. Frau Dr. Drossbach war vom 9.11. bis 16.11.201 Gast des GRKs an der Goethe Universität Frankfurt. Zum Abschluss der Woche veranstaltete das Graduiertenkolleg einen interdisziplinären Workshop, der Formen und Funktionen des Rechts in den Theologien historisch und systematisch thematisierte.

 

(Britta Müller-Schauenburg)

 

Einen Bericht zum Workshop finden Sie hier